Was ist Demografie?

Demografie ist das menschliche Leben einer Region in Zahlen gemessen. Ein anderer Begriff dafür ist Bevölkerungswissenschaft. Sie befasst sich insbesondere mit

den Veränderungen der Bevölkerung durch Geburten, Sterbefälle, Emigration und Immigration,

der Zusammenstellung der Bevölkerung nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region etc

und den Auswirkungen dieser Berechnungen auf die Gesellschaft, die Wirtschaft und auf unser aller Zukunft

Die demografischen Daten bieten daher einen weitreichenden Blick in die Vergangenheit und erzeugen auf diesen realen Daten, verbunden mit statistischen Hochrechnungen wie beispielsweise der Lebenserwartung, ein mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretendes Zukunftsszenario.

Betrifft mich die Demografie?

Ja, die Demografie betrifft alle Menschen. Die Demografie ist das Leben an sich und wir sind ein Teil des Lebens. Somit sind wir auch untrennbar mit der Demografie von Geburt an verbunden. Sie können die Auswirkungen der aktuellen demogarfischen Veränderungen im eigenen Alltag auch sehr gut erkennen:

Sie erleben die Auswirkungen im privaten Umfeld. Zum Beispiel können Züge ausfallen, weil es nicht ausreichend neue Lokführer gibt. Der Bäcker hat kürzere Öffnungszeiten, weil ihm Personal fehlt und wir sehen mehr und mehr mobile Pflegedienste auf den Straßen, um die älter werdende Bevölkerung zu betreuen.

Sie erleben die Auswirkungen im beruflichen Leben, wenn zum Beispiel Menschen, die immer schon hier gearbeitet haben, verabschiedet werden. Wenn neue Mitarbeitende nachkommen und von Ihnen eingearbeitet werden. Oder auch zum Beispiel, wenn schrittweise mehr Arbeit von weniger Menschen gemacht werden soll, weil das notwendige Wachstum auf einer sinkenden Personenanzahl aufbauen muss.

Und auch Wirtschaft oder Politik werden von der Demografie beeinflusst. Veränderungen erkennen wir in unternehmerischen Strukturen, Arbeitsweisen, neuen Produkten, anderen Dienstleistungen etc.. Es verändern sich die Rahmenbedingungen des Wirtschaftens und damit funktionieren altbewährte Erfolgsmodelle zunehmend weniger. Was lange gut funktioniert hat, muss nun adaptiert und an die neue Situation angeglichen werden.

Warum ist die Demografie gerade jetzt so ein Thema?

Die Demografie ist ständig im Wandel. Menschen werden geboren, wachsen auf, bilden sich weiter, arbeiten, gründen Familien, gehen in Rente, wandern aus, kehren zurück und irgendwann sterben sie. Es lässt sich daraus sehr einfach berechnen und voraussagen, wann wie viele Menschen in welchen Lebensabschnitt kommen werden. Das war immer schon so. Neu ist aber, dass in den kommenden 5 bis 10 Jahren so viele Menschen wie noch nie ins Rentenalter kommen werden. Wir sprechen da von einem Drittel aller heute Erwerbstätigen. Gleichzeitig kommen sehr viel weniger junge Menschen nach. Das erzeugt einen zunehmenden Druck auf unser Gesellschaftssystem, das in den Jahrzehnten der Babyboomer hervorragend funktioniert hat. Diese Phase endet gerade und das sehr rasch und sehr intensiv. Damit müssen wir uns befassen.

Was beeinflusst die demografische Entwicklung?

Alle Veränderungen in der Bevölkerung beeinflussen die Demografie. Direkt: Geburtenraten, Bildungswege, Zuwanderungen, Abwanderungen und Sterberaten. Indirekt: Politik, Gesellschaftswerte, Religion, Gesundheitswesen.

Siehe dazu auch: „Was kann man gegen den demografischen Wandel tun?“

Ist die Demografie kritisch für mich?

Es ist hier wie bei vielen im Leben. Wer sich rechtzeitig damit beschäftigt und anpasst, wird sehr gut damit zu Recht kommen. Wer nichts tut und blind dem Glück vertraut, kann nur hoffen. Ob die Demografie kritisch für Sie ist, entscheiden Sie daher selbst durch Ihr Verhalten. Hier zwei Tipps:

Privatpersonen: Abhängig von Ihrem aktuellen Alter sind verschiedene Formen der Vorsorge entscheidend. Dabei geht es um finanzielle Vorsorgen, Gesundheitsvorsorge, möglicherweise technische Hilfsmittel oder bei der Wahl des Bildungsweges. Sind Sie aktuell berufstätig ist es auch hilfreich, sich Gedanken zu machen, wie das aktuelle Leistungspensum mit gut einem Drittel weniger Mitarbeitenden erbracht werden kann. Auch wenn Sie dann vielleicht in Rente sind, so sind letztendlich auch Sie als Privatperson davon abhängig, dass es zukünftig ausreichend Produkte und Dienstleistungen geben wird. Was Sie später haben werden, hängt von dem ab, was Sie heute tun.

Unternehmen: Bei Unternehmen geht es weniger um das Alter, sondern viel mehr um die Größe, das regionale Zielgebiet für Kunden und Mitarbeitende und um sehr viele interne Parameter, die der demografischen Veränderung besonders ausgesetzt sind. Das 6 Dimensionen-Modell des DeB ist ein guter Einstieg für eine demografische Standortbestimmung.

Was kann man gegen den demografischen Wandel tun?

Das ist eine sehr spannende Frage und eine enorm wichtig. Gegen den aktuellen demografischen Wandel direkt kann man nicht viel tun, weil es sich um sehr langfristige Entwicklungen handelt. Tatsächlich gibt es aber ausreichend Maßnahmen, um Einfluss auf zukünftige Auswirkungen zu nehmen.

Langfristige Lösungen:

Eine der wichtigsten Aufgaben ist es, ein familienförderliches, freundliches Umfeld zu schaffen. In dem es für Menschen wieder attraktiver wird Kinder zu bekommen. Die Werte von Familie und beruflicher Verwirklichung müssen besser vereint werden können, als es aktuell passiert. Bei der Frage „Familie+Karriere“ darf es keine „Entweder-oder“ Entscheidung sein, sondern muss eine „Sowohl-als auch“ Lösung geben. Dafür sind Familien finanziell besser zu unterstützen, Infrastrukturen für Kinderbetreuungen auszubauen und bestenfalls regional in Arbeitsplätze zu integrieren. Auch Bedarf es klarer Lösungen wie Karrieren und Elternrollen gleichwertig gelebt werden können. Unsere demografische Entwicklung verlangt nach einem Wertewandel des Volkes, denn unsere Zukunft liegt in den Händen kommender Generationen.

Mittelfristige Lösungen:

Wir können uns dafür entscheiden und für uns fehlenden Zielgruppen ein attraktives Zuwandererland sein. Die Menschen sind aktiv anzusprechen, innerhalb von Deutschland, innerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes und darüber hinaus. Zusätzlich kann eine Verzögerung des Fachkräftemangels zum Beispiel durch attraktive Angebote für eine Verlängerung der Arbeitszeiten erfolgen. Attraktivere Teilzeitvarianten, freie Arbeitsplatzwahl in der EU oder Bonusmodelle zur Steigerung der Lebensqualität sind Ansätze, die uns helfen werden.

Kurzfristige Lösungen:

Wir werden uns gut auf das vorbereiten, was kommt. Das bedeutet für Unternehmen in ihren Mehrjahreswachstumsplänen den Personalrückgang zu berücksichtigen. Das bedeutet mit Task Forces demografische Unternehmensanalysen vornehmen, Risiken aufzeigen und lösen, Chancen erkennen und integrieren, Effizienzen steigern, Technologien ausbauen und vieles mehr. Der Demografische Beirat hat sich genau mit diesen Aufgaben über viele Monate auseinandergesetzt, damit Sie hier nicht bei Null starten müssen.

Wie lange wird diese starke demografische Veränderung dauern?

Bezogen auf den gerade stattfinden Prozess befinden wir uns noch am Beginn dieser gravierenden Veränderung. In den kommenden Jahren werden zunehmend mehr und mehr Menschen ins rentenfähige Alter kommen und viel weniger junge Menschen die Arbeitswelt betreten. Statistische Hochrechnungen gehen davon aus, dass diese Entwicklung mindestens 10 Jahre in einem hohen Ausmaß andauern wird und sich in dieser Phase relevante Schwerpunkte, unter anderem der Arbeitsmarkt, stark verändern werden.

Versuchen Sie bitte nicht, diese Veränderung „auszusitzen“. Denn auch wenn die Phase der starken Veränderungen befristet ist, so werden die danach vorherrschenden „normalen Bedingungen“ sich sehr stark von den heutigen unterscheiden. Befassung und Anpassung sind unumgänglich.

Warum verändert sich die Demografie gerade jetzt so stark?

Es treffen hier sehr viele langfristige Entwicklungen gleichzeitig aufeinander, deren Zusammenwirken den Effekt verstärkt:

  • Die geburtenstarken Jahrgänge waren rund um 1950 bis 1960. Diese Menschen erreichen in großer Anzahl jetzt das Rentenalter. Die Geburtenrate in Deutschland liegt bei unter 2 Kindern, dadurch schrumpft die Bevölkerung langfristig.

  • Die Lebenserwartung steigt kontinuierlich an, dadurch haben wir mehr ältere Menschen in der Gesellschaft.

  • Das Alter von Müttern bei ihrem ersten Kind steigt an. Das bedeutet, wo es in einem Jahrhundert früher einmal vier Generationen gab, gibt es jetzt nur mehr drei.

  • Die Ausbildungsphasen junger Menschen verlängern sich. Immer mehr junge Menschen entscheiden sich für einen Hochschulabschluss, dadurch treten heute junge Generationen viel später in die Berufswelt ein als die damaligen jungen Generationen.

  • Die Entwicklung der Zuwanderungen als ein externer Faktor kann auf diese inneren Entwicklungsprozesse Einfluss nehmen.

Ist die Demografie wirklich ganz exakt berechenbar?

Nein, das ist nicht ganz exakt möglich. Vor allem am Anfang (der Geburtenrate) und am Ende (der Sterberate) sind auf Erfahrungen basierende Annahmen notwendig. Durch eine gute wissenschaftliche Herangehensweise an diese Zahlen und Daten lassen sich aber sehr zuverlässige Prognosen ermitteln, die nahezu als exakt bezeichnet werden können.

Unvorhergesehene Einflüsse bietet das Leben ebenfalls immer. Wenn wir in die Vergangenheit blicken, sehen wir starke Einflüsse wie etwa den zweiten Weltkrieg oder die COVID Pandemie. So etwas ist in den Berechnungen für die Zukunft kaum exakt berücksichtigbar.

Ist Demografie wichtig?

Ganz klar! Demografische Berechnungen basieren auf exakten Daten der Vergangenheit und der Gegenwart und erlauben dadurch einen sehr realistischen Einblick in die Zukunft. Wer sich mit der Demografie beschäftigt, kann die Anforderungen und Bedürfnisse der kommenden Jahre davon ableiten. Darauf basierend werden Rentenberechnungen gemacht, werden Gesundheitsdaten ermittelt, Lebenserwartungen hochgerechnet, Stadtplanungen vorgenommen und genau so sehr müssen Unternehmen sich mit verändernden Personalsituationen, verändernden Marktgrößen und sich verändernden Kundenbedürfnissen auseinandersetzen. All das passiert bereits real. Wer eine gute Zukunft haben will, muss sich in der Gegenwart damit beschäftigen und seine Weichen stellen. Darum ist Demografie wichtig.

Was passiert durch die Demografie, wenn wir gar nichts ändern?

Wer nichts ändert, verwaltet den Rückgang: Fachkräftemangel verschärft sich, Wissen geht verloren, hart erarbeitete Werte stehen auf dem Spiel. Die Konsequenzen wären weitreichend – für Unternehmen, aber auch für Gesellschaft und Wirtschaftskraft insgesamt.

Doch die Frage ist fast philosophischer Natur. Denn die Welt hat sich immer verändert – und wir haben uns immer angepasst. Dass wir heute da stehen, wo wir stehen, ist kein Zufall, sondern Ergebnis von Gestaltungswillen. Mit genau diesem Selbstbewusstsein sollten wir uns weniger fragen, was passiert, wenn wir nichts tun – und viel mehr: Was wird möglich, wenn wir es richtig angehen?

Was passiert, wenn wir unser demografisches Wissen bestmöglich einsetzen?

Das ist die richtige Einstellung! Es gibt ein relativ klares Bild mit sehr vielen Details zu den kommenden ein bis zwei Jahrzehnten. Arbeiten wir damit, ergeben sich enorme Chance für alle Unternehmerinnen und Unternehmer.

Interessanterweise sind viele dieser anstehenden Herausforderungen, einfach nur Aufgaben die wir in den letzten Jahren vernachlässigt haben und uns nun zunehmend Probleme bereiten. Die Digitalisierung und der Abbau bürokratischer komplexer Konstrukte in Unternehmen und der Politik binden heute sehr viel Personal und bewirken enorm hohe Kosten für alle. Für diese Strukturen fehlt uns bald das Personal und wollen wir international konkurrenzfähig sein, hilft es günstiger und effizienter zu werden.

Um die Antwort kurz zu fassen: Setzen wir das demografische Wissen bestmöglich in Lösungen um, werden wir gesamtwirtschaftlich einen enormen Aufschwung erleben.

Kann man die demografische Entwicklung von Japan mit der in Deutschland vergleichen?

Ein demografischer Vergleich zwischen Japan und Deutschland ist auf jeden Fall interessant. Einige Experten sind der Meinung, dass die Überalterung Japans unserer rund 15 Jahre voraus ist. Das bedeutet, was wir heute in der japanischen Wirtschaft und Gesellschaft erleben, kann in etwa das sein, worauf wir in Zentraleuropa aktuell zusteuern. Natürlich gibt es Unterschiede bei den Rahmenbedingungen, die bei einem Vergleich zu berücksichtigen sind. Auf jeden Fall können wir aus der längeren Erfahrung Japans im Umgang mit der Überalterung der Bevölkerung etwas lernen. Wir können Bewährtes nutzen und weniger Wirkungsvolles einfach anders machen und so effektive Modelle für uns ableiten.

Japan hat in den 90iger Jahren die Konsequenzen ihrer demografischen Entwicklung erkannt. Die damals schon schrumpfende Bevölkerungszahl, bedingt durch eine geringe Geburtenrate, hatte, verbunden mit einer der höchsten Lebenserwartungen weltweit, Auswirkungen auf die Wirtschaftskraft und die Finanzierung des Gesundheitswesens.

Nach damals ähnlichen Diskussionen wie es sie aktuell in Deutschland zunehmend gibt, wurde sehr viel investiert, um diesen Trend aufzuhalten. Im Bereich Automatisierung und Robotik ist Japan sehr stark entwickelt und das hat den Einbruch der Wirtschaftskraft abgefedert. Aber die strikte Einwanderungspolitik und die sehr lange aufrecht gehaltene traditionelle Rolle der Frau in der Gesellschaft Japans hat den positiven Effekt ausgebremst.

Ja, wir stehen am Beginn einer demografischen Herausforderung, die mit der damaligen von Japan in vielen Punkten vergleichbar ist, aber wir haben definitiv viele und auch andere Potentiale, die wir zum Einsatz bringen können. Auf diese Stärken bauen wir in unserer Planung.

Der Demografische Beirat ist genau aus dieser Motivation heraus gegründet worden. Wir haben es uns als Ziel gesetzt auf die Demografie hinzuweisen, UnternehmerInnen zu aktivieren und Lösungsvorschläge anzubieten. Früher und effektiver die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, bedeutet die deutsche Wirtschaft sicher über diese demografische Welle in die Zukunft zu begleiten. Darin sehen wir unsere Verantwortung und das ist auch der Grund, warum wir die japanische Entwicklung beobachten und Ableitungen daraus für Deutschland entwickeln.

Was folgt auf die Babyboomer-Generation?

Das ist ein sehr entscheidendes Thema. Sehr viele deutsche Unternehmen wurden über Jahrzehnte von der Babyboomer Generation geprägt. Insofern sind die Unternehmen in ihrem Charakter und ihrer Infrastruktur auf diese Generation ausgerichtet.

Diese Altersgruppe verlässt zunehmend die Arbeitswelt und die folgenden Altersklassen (Generation X und Millenials) sind bereits im Unternehmen gut integriert. Die Generationen X und Y sind in die Berufswelt bereits bestens eingebunden und gemeinsam mit den aktuell noch aktiven Babybommern für die Wirtschaftskraft in Deutschland verantwortlich. Spannend wird daher sein, die darauf folgende Generation neu in die Berufswelt eintretender junger Menschen als Unternehmen auf sich aufmerksam zu machen. Die Generation Z und die Generation Alpha. Eine zukunftsorientierte Personalstrategie beschäftigt sich daher heute schon separat mit der Generation Z. Denn eines ist gewiss, die Erwartungen der Generation Z an Arbeitgeber unterscheiden sich immens von jenen der Babyboomer. Der freie Arbeitsmarkt wird für diese Gruppe junger Menschen eine große Auswahlmöglichkeit zulassen. Wollen Sie davon profitieren, sollten Sie mit deren Wertvorstellungen positiv sichtbar werden.

Übersicht

1. Babyboomer – Geburtenjahrgänge: ca. 1955–1969

2. Generation X – Geburtenjahrgänge: ca. 1970–1980

3. Generation Y (Millennials) – Geburtenjahrgänge: ca. 1981–1995

4. Generation Z – Geburtenjahrgänge: ca. 1995–2010

5. Generation Alpha – Geburtenjahrgänge: ca. ab 2010

Entscheidend für zukünftige Personalstrategien ist daher der Zugang zur Generation Z und die Frage: Welche Wertvorstellungen werden mit dieser Generation in Verbindung gebracht, welche Erwartungen haben diese jungen Menschen an das Leben und an die Arbeitswelt?

Sie wollen wissen, was die einzelnen Generationen bewegt? Lesen Sie dazu auch unseren Wissens-Beitrag.

Welche Werte vertritt die Generation Z – worauf sollen Unternehmen dabei achten?

Jede Generation für sich hat in den jungen Jahren einen rebellischen Charakter, steht vorhandenen Werten kritisch gegenüber und versucht ihr eigenes Weltbild zu erschaffen. Stets mehr oder weniger erfolgreich, wie alle vorangegangenen Generationen auch.

Es ist daher wenig überraschend, dass die junge Generation Z keine Arbeitgeber für’s Leben sucht, sondern kreative Arbeitswelten, in denen sie sich verwirklichen können. Sie suchen ein modernen hoch technologisiertes Arbeitsumfeld, das jenem ähnelt, in dem sie ihr bisheriges Leben verbracht haben. Digitale Kommunikation, Mobilität, künstliche Intelligenzen und virtuelle Welten haben bisher ihr Leben stark geprägt, es darf also auch niemanden wundern, dass sie wenig Bezug zu Aktenordnern oder Kellerarchiven haben.

Die Generation Z wird sich für jene Arbeitgeber interessieren, bei denen sie das höchste Maß der persönlichen Selbstverwirklichung erwarten können. Wobei sich die Selbstverwirklichung nicht primär auf die berufliche Karriere bezieht, sondern auf die eigene Persönlichkeit und das Leben. Die Arbeit wird nicht mehr übergeordnet, spielt aber weiterhin eine wesentliche Rolle, weil Lebenszeit investiert wird und das Einkommen einen Beitrag zur persönlichen Selbstverwirklichung leisten wird.

Unternehmen, die diesen Spagat glaubwürdig umsetzen, werden die bevorzugten Arbeitgeber dieser Generation werden. Beschäftigen Sie sich daher tiefer mit dieser Altersgruppe. Der DeB hat entsprechende Zielgruppenanalysen und Maßnahmenpakete, um Sie dabei zu unterstützen.

Sie wollen wissen, was die einzelnen Generationen bewegt? Lesen Sie dazu auch unseren Wissens-Beitrag.